Branche
Zubehör für die Elektromobilität
Ladezubehör für Elektrofahrzeuge führt Netzspannung, verarbeitet das Pilotsignal und kommuniziert zunehmend mit der Cloud. Jede Einheit benötigt eine RCD-Prüfung pro Stück, eine Pilotsignal-Toleranz innerhalb der Spezifikation und eine Firmware, die die OCPP-Zertifizierungsanforderungen der Ladepunktbetreiber erfüllt. In der Fertigung darf dies nicht wie einfache Consumer-Elektronik behandelt werden.
Käuferprobleme, die wir am häufigsten hören
- Toleranzdrift des Pilotsignals zwischen einzelnen Geräten führt im Feld zu Fehlern bei Ladevorgängen
- Die RCD-Prüfung pro Gerät erhöht die Prüfzeit, die im Produktionsdurchsatz eingeplant werden muss
- Die OCPP-Zertifizierung als Ladepunktbetreiber verlangt die Rückverfolgbarkeit der Firmware-Version
- Feldausfälle an der Kabelzugentlastung lassen sich auf uneinheitliche Anzugsdrehmomente und Crimpkräfte in der Montage zurückführen
Typische Produkteigenschaften
- PWM-Steuerpilot mit eng tolerierter analoger Eingangsstufe
- RCD-Typ-B-Eingangsstufe zur AC- und DC-Fehlererkennung
- OCPP-Modem nach 1.6 oder 2.0.1 für Cloud-Kommunikation und Lastmanagement
- Konfektionierung industrieller Steckverbinder mit definierter Crimp- und Drehmomentspezifikation
Regulatorisches Umfeld
Konduktives Ladesystem für Elektrofahrzeuge
EN IEC 61851-1
In-cable control and protection device (IC-CPD)
IEC 62752
EMV fuer Ladeausruestung fuer Elektrofahrzeuge
EN IEC 61851-21-2
Niederspannungsrichtlinie
2014/35/EU
Hinweise zum Prüfplan
- Prüfung von Amplitude und Tastverhältnis des Pilotsignals pro Gerät gegen die Toleranzen der EN IEC 61851-1
- RCD-Auslöseprüfung pro Gerät für AC- und DC-Fehlerfälle
- Funktionsprüfung des OCPP-Nachrichtenaustauschs gegen ein Referenz-Backend
- Stichprobenpruefung von Steckverbinder-Auszug und Zugentlastung je Charge
Häufig gestellte Fragen
Brauchen wir einen schriftlichen Pruefplan?
Ja, sofern der funktionale Test (FCT) zum Lieferumfang gehört. Ein Produktionsprüfplan legt Bestehens- und Fehlerkriterien, FCT-Vektoren, Kalibrierungsschritte und Serialisierungsregeln fest. Hat Ihr Team noch keinen Plan erstellt, unterstützen wir Sie beim Entwurf auf Basis des Firmware-Verhaltens und der Feldleistungsziele. Der Prüfplan wird an das Partner-Prüflabor übergeben, mit dem wir den FCT koordinieren.
Können Sie Firmware in der Produktion einspielen und provisionieren?
Ja. Das Laden der Firmware erfolgt direkt auf der Linie über dedizierte Programmiervorrichtungen. Wir unterstützen die Schnittstellen SWD, JTAG, UART und USB-DFU, Multi-Image-Programmierung (Bootloader, Anwendung, Dateisystem) sowie signierte Bootloader-Ketten. Sieht der Kunden-Prüfplan zusätzlich zum Flashing einen funktionalen Test vor, wandert die Einheit mit bereits geladener Firmware an ein Partner-Prüflabor weiter.
Unterstuetzen Sie die Konformitaet nach RoHS und REACH?
Ja. Standardmäßig arbeiten wir mit RoHS-konformer Bauteilauswahl und bleifreiem Lot SAC305. Die REACH-Stoffdokumentation entstammt Lieferantenerklärungen, die mit jeder Charge weitergegeben werden.
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